BUND Naturschutz kritisiert den geplanten Standort des Treibholzlagerplatzes an der Bösenreutiner Steig

Pressemitteilung der Kreisgruppe Lindau (Bodensee) des BUND Naturschutz in Bayern e. V. (BN) zum vor-habenbezogenen Bebauungsplan Nr. 134 “Treibholzlagerplatz und Betriebshof Wasserwirtschaftsamt” sowie 7. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) für diesen Bereich

Der BUND Naturschutz, Kreisgruppe Lindau (BN) hat zu dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 134 “Treibholzlagerplatz und Betriebshof Wasserwirtschaftsamt” und 7. Änderung des FNP für diesen Bereich Stellung genommen und lehnt das Vorhaben entschieden ab. Begründet wurde die dem BN vorliegende Planung durch die beschlossene und durchgeführte Verlegung der Garten- und Tiefbaubetriebe. Dass die daraus resultierenden Probleme nicht im Voraus durchdacht wurden, zeugt ein weiteres Mal von fehlender stadtplanerischer Weitsicht – wie auch im Fall der Diskussion um den Standort Mittelschule oder der Verlegung der Hackschnitzelanlage. Kritische Stimmen – auch innerhalb des Stadtrates – zur finanzpolitisch wie stadtplanerisch unsinnigen Verlegung der GTL gab es genug, wurden aber wie so oft ignoriert.

Aus Sicht des Landschaftsbildes und der möglichen Beeinträchtigung des nur ca. 100 m entfernt liegenden FFH-Gebietes “Allgäuer Molassetobel” ist das Vorhaben abzulehnen, sagt Dr. Maximilian Schuff, Vorsitzender der Kreisgruppe des BN. Ebenso abstrus mutet es an, gerade in Zeiten des Klimawandels, Wald im Außenbereich abzuholzen, die Fläche großflächig zu versiegeln, um dort Schwemmholz zu lagern und dieses dazu erst durchs Stadtgebiet zu transportieren, so Schuff weiter.

Ebenso kritisiert der BN die übertriebene Eile, mit der das Vorhaben nun vorangetrieben wird. Der BN fordert, weitere Optionen zu prüfen; unter anderem, ob die durch den GTL-Neubau verkleinerte Fläche des derzeitigen Lagerplatzes nicht durch verbesserten Workflow und Logistik kompensiert werden kann.

Auch verweist der BN auf seine langjährige Forderung, endlich ein ökologisch sinnvolles Vor-Ort-Nutzungskonzept des anfallenden Treibholzes zu entwickeln, anstatt dieses aufwändig und emissionsbelastend durchs Allgäu zu transportieren.